Mit dem Fahrrad entlang der Donau von Budapest bis Sofia

31. August 2015 – Von Belgrad nach Kovin und noch viel weiter

Auch das ist erst wieder zwei Tage her und scheint schon längst vorbei. Drei Reifenpannen auf 10 m. Wer hat denn so etwas verdient?

Dann sind wir wieder unterwegs.

Aus Belgrad raus ging es erstaunlich stressfrei, wenngleich auf der stark befahrenen Brücke dicht an dicht gemeinsam mit den restlichen Fahrzeugen.Nach der Brücke können wir abbiegen.

Inzwischen sind wir nicht mehr auf der Landstraße.  Dafür  sind die Deiche unbefestigt. Es geht entlang der Donausümpfe. Landschaftlich sehr reizvoll aber die Geschwindigkeit sinkt natürlich unter die 20 und es wird  anstrengender. Dafür haben wir jetzt Sonnenschein und 40°C. Wind – wenn er pustet – kommt natürlich von vorn. Aber dieses Wetter ist uns lieber als der anfängliche Regen. Solange es was zu trinken gibt. Und das findet sich doch regelmäßig.

Übernachtet wird in Kovin. Der Ort selbst bietet nicht allzuviel, aber die Zimmer sind ok.

Von Kovin geht es auch am nächsten Tag unbefestigt weiter, der heiße Wind kommt aus der falschen Richtung.

In Stara Palanka verpassen wir um wenige Minuten die Fähre nach Ram. Eine Trinkpause zu viel oder besser die Fahrtzeiten lesen – denn die Fähre verkehrt nur alle 2,5 Stunden. Wir essen eine hervorragende Fischsuppe und sitzen im Schatten, aber unser Tagesziel ist in weite Ferne gerückt, denn die nächste Fähre geht erst 16 Uhr. Das Schöne ist: Hier treffen sich alle Donau-Radfahrer und wir lernen Mitstreiter kennen: Pablo,  der polnischstämmige Spanier, ein Ehepaar aus den Niederlanden, das schon in Kovin im gleichen Hotel war, zwei Schweizerinnen…
Endlich haben wir mal das Gefühl, nicht die Einzigen zu sein, die diesen Abschnitt des E6 fahren.

Abends erreichen wir Veliko Gradischte. Wieder schlägt die Hilfsbereitschaft zu. Zu unseren Gunsten,  denn man verhilft uns zu einer schönen Unterkunft (So schnell, wie man für uns die Übernachtungssuche in die Hand genommen hat, können wir gar nicht gucken). Wir kaufen noch schnell  Lebensmittel und essen dann  im Garten.

Pannenfrei überstehen wir die erste Bergetappe. Wir holen sogar die Kilometer vom Vortag auf, schaffen fast 1000 Höhenmeter und gelangen gut gelaunt nach Donji Milanovac. Der Ausblick auf die Donau ist herrlich.  Schon während des gesamten Tages gibt es so viele Eindrücke. Die Weite und die Berge.  Das ist schon faszinierend.

Die Unterkunft ist schlicht, aber gut gelegen mit Blick auf den Fluss und Balkon und das Bad in der Donau ist erfrischend.

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